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Feuerbestattung

Feuerbestattung

Feuerbestattung

Feuerbestattung

In deutschen Großstädten sind heute mehr als die Hälfte aller Beisetzungen Feuerbestattungen. Die starke Zunahme der Feuerbestattung in den letzten Jahrzehnten hat ihren Grund, zum einen in den deutlich höheren Kosten für eine Erdgrabstelle im Vergleich zum Urnengrab. Zum anderen spielen auch ästhetische und hygienische Überlegungen eine Rolle, wonach manche die Verbrennung im Gegensatz zur Verwesung des Leichnams im Boden als sauberer betrachten, etwa im Falle, dass der Verstorbene eine ansteckende Krankheit hatte. In Deutschland wächst die Rate der Feuerbestattungen pro Jahr jeweils etwa um ein Prozent.

 

Urnenreihengrabstätte:

Die Urnenreihengrabstätte wird von der örtlichen Friedhofsverwaltung zugeteilt, es kann bei dieser Grabart keine weitere Bestattung erfolgen, eine Verlängerung der Ruhefrist ist nicht möglich. Das Grab darf je nach Friedhofsatzung individuell gestaltet werden, muss aber durch die Angehörigen gepflegt werden.

Urnenwahlgrabstätte:

Urnenwahlgrabstätten können auf dem Friedhof frei gewählt werden. Es besteht je nach Friedhofsatzung die Möglichkeit dort 2 bis 4 Urnen beisetzen zu lassen. Eine Verlängerung der Ruhefrist ist hier möglich. Bei dieser Grabart darf die Gestaltung immer individuell sein, die Pflege muss auch hier durch die Angehörigen erfolgen.

Grabpflege:

Alternativ kann die Grabpflege auch durch einen Friedhofsgärtner erfolgen. Diese Pflege kann bereits zu Lebzeiten in einem Vorsorge-Vertrag geregelt werden.

 

Grabarten ohne Grabpflege der Feuerbestattung
 

Urnenrasengrab:

Bei einem Urnenrasengrab handelt es sich um eine teilanonyme Erdbestattung. Die Urne wird im Beisein der Angehörigen bestattet und die Grabstelle mit einem einheitlichen Grabstein gekennzeichnet. Eine individuelle Gestaltung der Grabstelle ist nicht möglich.

Anonyme Urnenbeisetzung:

Bei einer anonymen Urnenbeisetzung wird auf jeglichen Namenshinweis verzichtet. Da außerdem die individuelle Gestaltung des Grabes ausgeschlossen ist, entfällt zudem die Verpflichtung, das Grab zu pflegen. Die anonymen Grabfelder auf Friedhöfen bieten jedoch in der Regel eine zentrale Ablagestelle für Blumen an. Eine anonyme Bestattung ist meistens die wirtschaftlich günstigste Form der Bestattung.

Kolumbarium:

Diese Bestattungsart wird immer häufiger von den Hinterbliebenen gewählt. Hierbei sollte allerdings berücksichtigt werden, dass nach einer Ruhefrist von 25 Jahren die Urne anonym beigesetzt wird. Es besteht die Möglichkeit die Ruhefrist zu verlängern. Diese Grabart ist noch nicht auf jedem Friedhof vorhanden.

 

Bei einer Feuerbestattung wird der Verstorbene in einem Krematorium eingeäschert. Seit 2014 darf eine Feuerbestattung frühestens 24 Stunden nach dem Tod und muss spätestens nach 10 Tagen durchgeführt werden. Die Beisetzung der Urne muss innerhalb von 6 Wochen nach der Kremierung erfolgen. Die Kremierung erfolgt immer mit einem Sarg. Vor der Einäscherung schreibt der Gesetzgeber eine amtsärztliche Untersuchung vor. Diese 2. Leichenschau findet im Allgemeinen im Krematorium statt. Die zurückbleibende Asche wird zusammen mit einem Schamottstein, der eine eindeutige Kennzeichnung des Verstorbenen garantiert, in eine Aschekapsel gefüllt. Durch diese Kennzeichnung kann man die Asche noch Jahre später einem Toten zuordnen.

Diese Aschekapsel wird in eine Schmuckurne eingesetzt, die dann bestattet wird.

Hinweis: Voraussetzung für die Durchführung einer Urnenbestattung ist, dass der Verstorbene eingeäschert wurde. Man kann zu Lebzeiten erklären, dass man eine Feuerbestattung wünscht, aber eine Willenserklärung ist nicht nötig. Es ist Sache der Hinterbliebenen, darüber zu entscheiden.

Adipöse Feuerbestattung

Adipöse Feuerbestattungen, das sind Bestattungen von adipösen Verstorbenen die durch Ihr hohes Übergewicht eine etwas aufwendigere Betreuung benötigen. Schon bei der Abholung einer übergewichtigen Person treten die ersten Probleme auf. Der Standard Sarg ist eindeutig zu klein und zu schwach für ein Gewicht über 120 kg. Es wird mehr Personal benötigt um den Verstorbenen würdevoll in den Sarg einzubetten. Auch der Transport durch enge Treppenhäuser stellt den Bestatter vor eine besondere Aufgabe. Zu all dem kommt noch, dass die Kremationskosten erheblich höher sind. 

Nach erfolgter Einäscherung wird die Asche mit den sterblichen Überresten bie bei jeder anderen Urnenbeisetzung bestattet.