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Was bedeutet Aneignungsrecht (§ 958 BGB)

Was bedeutet Aneignungsrecht (§ 958 BGB)

Was bedeutet Aneignungsrecht (§ 958 BGB)

Was bedeutet "Ich übertrage hiermit das Aneignungsrecht (§ 958 BGB) an Kremierungsrückständen...."

 

Bei der Kremierung von Verstorbenen fallen einige Kremierungsrückstände an:

1. Nicht fest mit dem Körper verbundene Wertgegenstände und Metalle (Zahnersatz, Uhren, Schmuckstücke usw.), die möglichst schon vor der Abholung der/des Verstorbenen entfernt werden sollten.

2. Nach der Kremierung/Einäscherung und nach dem Separationsvorgang in der Aschemühle : medizinische Implantate (Gelenke, Schrauben, Platten, Nägel usw.), sowie sonstige Sargbestandteile (Nägel, Schrauben, Metallbeschläge, Winkel usw.).

Während einer Kremierung kommt es normalerweise zum vollständigen Abbau des menschlichen Körpers. Es kann aufgrund der technischen Anlagen eines Krematoriums aber dennoch dazu kommen, dass Metallteile zurückbleiben. Größere Metallteile können grundsätzlich nicht in einer Ascheaufbereitungsanlage/Aschemühle zerkleinert und in die Urne abgefüllt werden. 

Bestattungspflichtige Auftraggeber haben gem. § 958 BGB ein Aneignungsrecht, an nicht mehr in fester Verbindung zu menschlichen Rückständen stehenden Kremierungsrückständen, sofern der Verstorbene als letzten Willen nichts anderes bestimmt hat.


Mit Ihrer Unterschrift verzichten Sie auf dieses Aneignungsrecht und übertragen dieses auf das ausführende Krematorium. Dort erfolgt eine manuelle und magnetische Trennung sowie eine ökologische Verwertung der metallischen Kremierungsrückstände gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Die daraus erzielten Erlöse, dienen in der Regel der Stabilisierung der Einäscherungsentgelte, sowie der Verbesserung der Krematoriumstechnik.